Samstag, 10.08.2013

20 seconds of terror!!!

Es war ein stinknormales Wochenende im nicht stinknormalen Neuseeland. Die Conservation Volunteers verbrachten es in der Hauptstadt Welllington im tiefsten Süden der Nordinsel. Alles schien wunderbar zu sein-Bis auf ihre müffelnde Wäsche, die nach zwei Wochen Arbeit unbedingt im Hostel gewaschen werden musste. So machten sich die äußerst tapfere Julia und zwei ihrer Mitarbeiterinnen auf den beschwerlichen und gefährlichen Weg in den sechsten Stock. Sie hatten gehört, dass sich dort ein Raum befinden sollte, in dem es alles gab, was ihr Herz begehrte. Waschmaschinen, weißes Pulver und Trockner. Und so wuschen sie ihre Wäsche und ließen sich an einem Tische nieder, um sich die Zeit mit Kartenspielen zu vertreiben. Nach einer Woche voller Entbehrungen auf der Arbeit waren die drei holden Ladies etwas müde und ließen sich vom Halbdunkel des Abends und dem leichten Rumpeln der Waschmaschinen berieseln. Mit einem Male wurde das Rumpeln stärker...und stärker...Die jungen Frauen blickten sich an, verbunden durch den einen Gedanken:,,Das sind nicht die Waschmaschinen. Das ist ein ERDBEBEN!!!!!" Das gesamte Gebäude erzitterte und rumpelte beträchtlich. Vorbildlich verkrochen sich die Damen unter den Tischen oder stellten sich in den Türrahmen, um eventuell herunterfallenden Gegenständen zu entrinnen. Das Beben hielt ungefähr eine halbe Minute an, nichts war beschädigt, allen ging es gut. Nach den Erschütterungen konnten sie Sirenen in den Straßen hören und fragten sich, ob wohl etwas passiert war. Am nächsten Tage schauten sie in die lokale Zeitung, um mehr über das Beben zu erfahren. Für die junge Julia war es verwunderlich, dass der Titel der Zeitung ,,20 SECONDS OF TERROR!" lautete, da sie das Beben zwar als beängstigend, jedoch gleichwohl aufregend empfunden hatte. Zudem hatte sie am vorigen Abend nichts von schweren Beschädigungen oder Verletzten gehört und hatte auf ihren abendlichen Streifzügen nichts besonderes feststellen können. Das Beben war eine 6.5, wobei das stärkste jemals gemessene Erdbeben eine 9.5 auf der Skala war. Der Schaden war nicht sehr groß und niemand wurde verletzt - bis auf eine Person irgendwo in Wellington, die von einem fallenden Fernseher erwischt wurde. Sorry for you!

Dies hier ist der Tatort:

Der Waschraum des Grauens

 

Und das die Zeitung (Pauly, einer der Voluteers, hält sie XD)

Pauuuulyyyy

Sonntag, 28.07.2013

2 Wochen und 3000 Bäume

Die Zeit rast hier nur so vorbei-die ersten zwei Wochen haben wir in Foxton Beach verbracht. Unsere Aufgabe war es, einheimische Pflanzen an einem Bach zu pflanzen, um einer bestimmten Fischart Schutz für ihren Nachwuchs zu bieten. So verbrachten wir den Vor- und einen Teil des Nachmittags mit graben, Unkraut jäten und pflanzen und gingen danach zurück zu unserem Haus- und dann an den Strand. 

Einen Tag bin ich dort abends joggen gegangen und konnte einen Seehund beobachten, der sich in einer Viertelstunde wieder zurück ins Wasser gerobbt hat. :D Er war nur fünf Meter von mir entfernt und musste immer wieder Pause machen, weil er so erschöpft war.
Zwei Tage haben wir in Bushy Park einem Regenwald verbracht und dort Äste abgeschnitten, um Wanderwege offen zu halten- Ich habe also offiziell Regenwald abgeholzt:D
Insgesamt waren es übrigens 3000 Bäume, die wir gepflanzt haben und ich fühle mich meinem Seelenheil ein bisschen näher :D
Jetzt gehen wir was essen als muss ich Schluss machen^^
Bis bald, eure Julia
Samstag, 13.07.2013

Out of service

Ich bin jetzt im Projekt.Naja, noch nicht ganz. Im Moment sind wir Freiwilligen noch über das Wochenende in einem Haus in Auckland. Wir haben hier 4 Leute aus Deutschland, außerdem Belgien, Frankreich, Spanien und Japan. Es macht Spaß mit ihnen und mein Englisch wird von Tag zu Tag unverkrampfter, was ein gutes Gefühl ist! Ab Montag gehen wir in das erste Projekt, wo wir wahrscheinlich hauptsächlich Bäume pflanzen werden. Da wir über das Wochenende dort bleiben, überlege ich eine Tageswandertour zu machen: Das Tangariro Alpine Crossing, was einer der tollsten Wandertouren Neuseelands sein soll- We'll see ;)

Jedoch werde ich dort, wo ich hingehe, kein Internet haben, weshalb ich diesen Blog hier erst in zwei Wochen weiterführen kann. Bis dahin bin ich erstmal out of service !

Donnerstag, 11.07.2013

Schlafen kann ich auch, wenn ich tot bin...

Dieses Motto trifft eigentlich eher selten auf mich zu, aber hier bin ich unter seiner Flagge in den ersten Tag gestartet-Natürlich musste ich dafür vorher im Flugzeug darauf verzichten, mir sämtliche Filme anzusehen und habe dafür lieber geschlafen (Der einzige Film, den ich gesehen habe, waren ,,Die Croods" und es hat sich gelohnt.Er handelt von Höhlenmenschen und ist sehr schräg ich habe oft laut lachen müssen!Hoffentlich hat das keiner gehört, aber da ja die meisten ihre Kopfhörer aufgehabt haben, waren sie zum Glück beschäftigt und taub) Ab dem Flug Frankfurt-Hong Kong befand ich mich sowieso in einem dösigen Dauerzustand und wurde erst in Auckland wieder wach, wenn man das so nennen kann ;) Mit dem Bus bin ich dann ins Hostel gefahren-in dem ich mich wie daheim fühlte. Das lag aber nicht wirklich an der gemütlichen Couch, auf der ich einen Stunde im Halbschlaf verbracht habe, sondern an dem deutschen Stimmgewirr um mich herum-hier im Hostel sind bestimmt über die Hälfte Deutsche, die wie ich ein Projekt machen, oder hier monatelang als ,,Work and Travel"-Reisende das Land erkunden. Um zwei Uhr mittags habe ich mich dann aufgerafft, um zum Büro der ,,conservation volunteers" zu pilgern, das 20 Minuten vom Hostel entfernt liegt. Ich konnte einfach nicht bis Freitag -dann ist der Infovormittag- warten, weil ich echt so gar keine Ahnung hatte, was mich erwartet. Und hier werde ich ab Freitag mit den anderen über das Wochenende wohnen:

Es ist nur zwanzig Minuten von dem Hostel, in dem ich jetzt bin, entfernt, also muss ich mein Gepäck nicht allzu weit schleppen.  Die Mitarbeiter dort waren sehr entspannt und nett und haben mir die Schlaf- und Gemeinschaftsräume gezeigt. Das Wichtigste jedoch ist: Ich weiß, an welchen Projekten ich teilnehmen werde!!
Ich freue mich schon riesig, denn zuerst geht es ab Montag zwei Wochen zum Manawatu estuary (http://www.doc.govt.nz/parks-and-recreation/places-to-visit/manawatu-whanganui/manawatu-area/manawatu-estuary/) im Süden der Nordinsel. Und danach noch eine Woche zum Bay of Plenty weiter im Norden (http://www.bayofplentynz.com/).
Was genau wir da machen, weiß ich noch nicht, aber ich bin froh, dass ich jetzt weiß, was Sache ist. Da ich schonmal unterwegs (zwar müde) war, bin ich dann auch noch auf den Mount Eden (195m) gegangen. Das ist einer der ca. 50 Vulkane, auf denen Auckland erbaut ist...Wenn man von oben auf die Stadt guckt, sieht man immer wieder diese großen Vulkanhügel mitten zwischen den Häusern. Und glaubt mal nicht, dass die alle erloschen sind :D Verrückt.

Der Blick war wundervoll, auf der einen Seite der Pazifik, auf der anderen die Tasmanische See. Da es geregnet hatte, aber dann die Sonne schien, habe ich sogar mehrere Regenbogen gesehen. Als würden sie mitten aus der Stadt herauswachsen.
Zurück im Hostel habe ich meinen Zimmergenossin kennengelernt, die auch aus Deutschland kommt. Zusammen sind wir noch was essen gegangen und danach bin ich urmüde ins Bett gekippt - Muss ich eben doch mal schlafen, auch wenn ich lebe.
P.S: Wenn ihr die Bilder in größer sehen wollt, müsst ihr nur draufklicken :D
Montag, 08.07.2013

48 Stunden bis Neuseeland

Für mich geht in den nächsten vier Wochen ein Traum in Erfüllung...Ich gehe für einen Monat ans andere Ende der Welt nach Neuseeland. Grade sitze ich am Frankfurter Flughafen mit guter Sicht auf die Start und Landebahn und warte auf meinen Flug nach HongKong,der heute Abend um zehn geht. Danach geht es dann weiter nach Auckland auf Neuseelands Nordinsel. Seit heute morgen um vier bin ich unterwegs...Also dauert meine Reise nur schlappe 48 Stunden, bis ich am Mittwoch dort bin :D Ich reise alleine, aber in Neuseeland treffe ich auf andere Leute aus den verschiedensten Ländern, mit denen ich in den kommenden Wochen zusammenarbeite. Ich arbeite nämlich in Neuseeland in Naturschutzprojekten, z.B. in Nationalparks oder helfe beim Küstenschutz. Ich mache meine Reise nämlich mit der Organisation ,,Praktikawelten", die Auslandsaufenthalte wie diesen anbieten. Erst in Auckland erfahre ich, wo genau ich eingeteilt werde und ich bin schon aufgeregt!! Was ich schon weiß: Wir werden in Zehnerteams aus Freiwilligen aus der ganzen Welt arbeiten und zwar im Naturschutz (deshalb der Blogtitel ,,Auf grüner Mission" ;))

und wahrscheinlich werde ich auf der Nordinsel sein, da ich dort auch lande.

Wenn ich mehr weiß, melde ich mich aus Auckland, wo ich in einem Youth Hostel wohne. Jetzt mache ich mich gleich auf dem Weg zu meinem Gate...

Bis dahin---Eure Julia :)

Donnerstag, 27.06.2013

Bald geht es los

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.